Um die Pänz am ersten Abend in irgendeiner Art und Weise müde zu bekommen, veranstaltete man das alljährliche Nachtspiel. Das Motto dieses Jahr war "Tierlaute", was das Grundprinzip des Spiels schon sehr treffend umschreibt, wobei die Betonung wohl auf "laut" liegt, denn wie immer verhielten sich die Pänz genau entgegen den Anweisungen der Leiter. Ziel des Spiels war es, die Tiere (glorreich gespielt von einigen unerschrockenen Leitern), die sich im Wald versteckten, anhand ihrer typischen Geräusche zu orten und sich von ihnen ein "Autogramm" auf einen Zettel geben zu lassen, das Team, welches die meisten kompletten Karten bei der Spielleitung hinterlegen konnte, war der Gewinner. Da im bööööööösen Eifelwald nicht nur liebliche Tiere wie Kuh, Ziege, (Heule-)Eule und Co leben, mussten die Gruppen sich tunlichst davor in acht nehmen, nicht einem Wolf in die Arme zu laufen, der ihre Karten wieder entwerten konnte.

Und so wurde einige Minuten nach den "Tieren" und "Wölfen" die unbändige Horde vollmotivierter Pänz in den Wald gejagt… wie immer waren sie nicht in der Lage leise genug zu sein, um die Tierlaute zu hören, was die versteckten Leiter dazu brachte, quer durch den Wald mehrmals einen "Fahrradsattel" anzustimmen ohne auch nur im Geringsten gestört zu werden. Auch abseits der Gesänge, wurde vielfach in den merkwürdigsten Formen und Stimmen kommuniziert, bis die Pänz endlich begriffen, dass man sich leise verhalten musste, um die Tiere nicht aufzuschrecken, die nämlich verständlicher Weise mucksmäuschenstill wurden, wenn sich eine lärmende Meute näherte und leisen Gruppen mit Wohlwollen entgegen kamen. So hatten im Endeffekt sowohl die Pänz als auch die beteiligten Leiter einiges an Spaß und das Spiel verlief ohne größere Zwischenfälle, sodass alle letztendliche froh, zufrieden und hoffentlich auch müde in ihr Zelt.

D.A.