Da es bei einem Pfingstlager unweigerlich immer wieder zu Überfällen auf die Banner kommt, entschlossen sich dieses Jahr einige Leiter, den jüngeren Pänz einen Crashkurs in Sachen Überfall-Abwehr zu geben.

Dieser begann am Freitagabend nach dem Abendessen mit einer Theoriestunde, in deren Verlauf das richtige Verhalten, das richtige Bewegen, die richtige Kleidung etc. erklärt wurden. Zum Ende des Theorieteils wurde dann doch etwas Praxis durchgezogen: In zwei Gruppen übten die Pänz zusammen mit einigen Leitern die Fortbewegung im sogenannten " Stoßtrupp", was erstaunlich gut funktionierte, Zitat Thomas: "Es war so leise, ich hab gedacht, wir hätten keine Pänz mehr aufm Platz".

Der praktische Teil konnte aufgrund des schlechten Wetters und des schon bald eintretenden Ernstfalls leider nur in der ersten Nacht durchgeführt werden. Hierbei wurde nun mit der Nachtwache in kleineren Gruppen das Bewegen und Kommunizieren im Dunkeln sowie das effektive Einfangen eines Überfällers intensiv trainiert. Zum Abschluss der Übung War es Aufgabe der Nachtwache, einen fiktiven Bannermast vor 6 Leitern, die die Überfäller mimten, zu verteidigen. Alles in allem haben sich die Teilnehmer alle sehr gut geschlagen, egal welchen Alters, Körperbaus oder Geschlechts. Wir hoffen, dass es den Pänz genauso Spaß gemacht hat, wie uns und freuen uns auf nächstes Jahr, wenn man sich mal wieder mitten in der Nacht irgendwo im Wald begegnet :P

Markus P, Markus S, Stephan M, Stephan M, Alex F, David A
Um die Pänz am ersten Abend in irgendeiner Art und Weise müde zu bekommen, veranstaltete man das alljährliche Nachtspiel. Das Motto dieses Jahr war "Tierlaute", was das Grundprinzip des Spiels schon sehr treffend umschreibt, wobei die Betonung wohl auf "laut" liegt, denn wie immer verhielten sich die Pänz genau entgegen den Anweisungen der Leiter. Ziel des Spiels war es, die Tiere (glorreich gespielt von einigen unerschrockenen Leitern), die sich im Wald versteckten, anhand ihrer typischen Geräusche zu orten und sich von ihnen ein "Autogramm" auf einen Zettel geben zu lassen, das Team, welches die meisten kompletten Karten bei der Spielleitung hinterlegen konnte, war der Gewinner. Da im bööööööösen Eifelwald nicht nur liebliche Tiere wie Kuh, Ziege, (Heule-)Eule und Co leben, mussten die Gruppen sich tunlichst davor in acht nehmen, nicht einem Wolf in die Arme zu laufen, der ihre Karten wieder entwerten konnte.

Und so wurde einige Minuten nach den "Tieren" und "Wölfen" die unbändige Horde vollmotivierter Pänz in den Wald gejagt… wie immer waren sie nicht in der Lage leise genug zu sein, um die Tierlaute zu hören, was die versteckten Leiter dazu brachte, quer durch den Wald mehrmals einen "Fahrradsattel" anzustimmen ohne auch nur im Geringsten gestört zu werden. Auch abseits der Gesänge, wurde vielfach in den merkwürdigsten Formen und Stimmen kommuniziert, bis die Pänz endlich begriffen, dass man sich leise verhalten musste, um die Tiere nicht aufzuschrecken, die nämlich verständlicher Weise mucksmäuschenstill wurden, wenn sich eine lärmende Meute näherte und leisen Gruppen mit Wohlwollen entgegen kamen. So hatten im Endeffekt sowohl die Pänz als auch die beteiligten Leiter einiges an Spaß und das Spiel verlief ohne größere Zwischenfälle, sodass alle letztendliche froh, zufrieden und hoffentlich auch müde in ihr Zelt.

D.A.
Zur Einstimmung auf den Weltjugendtag der am vergangenen Sonntag in Köln mit der Papstmesse mit Benedikt XVI. zu ende ging, fanden, wie in vielen anderen Gemeinden auch in Mülheim die „Tage der Begegnung“ statt. Der Abschluss und somit auch der Abschied von den Gästen aus Frankreich, der Slowakei und von den Philippinen, wurde am Sonntag, den 14. August mit einem bunten Abend unter dem Titel „Colours of the world“ kräftig gefeiert.

An diesem Abend wurde den Mülheimern ein kleiner Rückblick auf die vergangenen Tage geboten. Nachdem die Jugendlichen ein kleines Gastgeschenk aus den Händen des ersten Beigeordneten der Stadt Mülheim-Kärlich, Gerd Harner, erhielten, gab es ein kleines spontanes Konzert des Singkreis „Unisono“ Außerdem gaben die ausländischen Gäste uns mit verschiedenen Darbietungen einen kleinen Einblick in ihre Kultur und zeigten uns, dass man auch in ihrem Heimatland feiern kann.

Alles in allem war es für alle beteiligten ein schöner Abschluss der Tage in Mülheim und ein guter Start in den „Weltjugendtag“ in Köln.
Der ganze Zeltplatz voll mit Leitern (nein, keine zum draufklettern, haha, schei* Witz!)… da kann ja nichts mehr schief gehn!
Getreu diesem Motto machten sich schon am Donnerstag ein Großteil der Betreuer ans Werk, Zelte und Infrastruktur für die nächsten Tage aufzubauen.
Der Aufbau verlief beeindruckend reibungslos und schnell (vielleicht lags auch daran, dass Thomas damit drohte, dass alle Leiter in Pänz-Zelten übernachten müssten, wenns nich schnell genug geht), sodass noch ein paar Stündchen Freizeit blieben in denen der Platz noch in gesundem Zustand und die Ohren und Stimmbänder der Leiter noch Funktionsfähig waren. So wurde am ersten Abend auch der "Vater Abraham" eingeführt, der den Leitern und den Pänz noch in mehr oder weniger guter Erinnerung bleiben sollte ;)

Auch am nächsten Tag wurde noch mal ordentlich rangeklotzt und letzte Besorgungen gemacht, um auch bestens für den Ansturm der Pänz gewappnet zu sein.
Bevors ans Mittagessen ging, wartete auf die Leiter noch eine besondere Attraktion: Morgens hatte Rolf einen ordentlich großen Fisch aus dem Weiher geangelt, den man fürs Mittagessen filetieren wollte, was zu einem unterhaltsamen Unterfangen wurde, bei dem jeder noch mal seine anatomischen Kenntnisse mehr oder weniger freiwillig auffrischen konnte (….denn nur weil der Fisch mim Stock tot geschlagen is, heißt das nicht, dass er sich nicht doch noch bewegen kann)
Nachdem das Mittagessen dann besiegt wurde, wurde noch unter dem traditionell lebensgefährlichen Einsatz einiger Leiter und hoch qualifizierter Absicherung von D.F. aus M. der Bannermast mehr oder weniger gerade aufgestellt.
Nun hieß es banges Warten auf den Sturm, der da kommen sollte… jedes Auto, was in der Ferne zu sehen war, löste bei den Leitern panische Reaktionen bis hin zu völligen Apartheid(natürlich alles nur aus Vorfreunde!) aus.
Kurz nach 17.00Uhr war es dann soweit: Eine aus Leiter-Sicht schier unendlich lange Blechlawine schlängelte sich den Berg hinunter, unaufhaltsam in Richtung Zeltplatz, der dann auch schnell von den Pänz eingenommen wurde…
(Artikel und Foto aus der "Blick Aktuell" KW33/2005)

Mülheim-Kärlich. Da staunte Kay Rietz, der Leiter des Mülheim-Kärlicher Jugendhauses, nicht schlecht: Da waren am vergangenen Freitag mehr als 300 Jugendliche vieler Nationalitäten gekommen, um gemeinsam eine fröhliche Party zu feiern. Darunter befanden sich junge Leute aus Bolivien, Brasilien, den Philippinen, Polen, Frankreich, Slowakei und natürlich aus Deutschland. Dabei waren die Gäste alle in deutschen Familien innerhalb des früheren Dekanats Bassenheim untergebracht und verbrachten ein paar abwechslungsreiche Tage in den Pfarreien Kettig/Weißenthurm, Kärlich/Bassenheim, Mülheim/Urmitz/Bhf. und den Rheindörfern, wo sie nicht nur bei Gottesdiensten und gemeinsamen Festen viele Menschen dieser Region kennen lernten, sondern sich auch aktiv in das Leben der Gemeinde einbrachten. "Wir feiern diese Party" nach einem ereignisreichen Tag, den wir "Under Construction" genannt haben", erläuterte die Pastoralreferentin Ulrike Kramer-Lautemann, die gemeinsam mit einigen ehrenamtlichen und weiteren hauptamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen die Vorbereitungen für die Tage der Begegnung im Rahmen des Weltjugendtages getroffen hatten.

Dabei konnten sich Ulrike Kramer-Lautemann, Irene Möntenich, Werner Huffer-Kilian, Andrea Weber, Elisabeth Otten und Michael Erbar in und um das Jugendhaus von einem bunten, lebendigen Abend der Begegnung überzeugen, bei dem Spiel und Spaß ein wichtige Rolle spielten. "Wir haben die Idee im Vorbereitungsteam vorgetragen und wurden dabei von allen Seiten unterstützt", erläuterte Jugendleiter Markus Still, der diese Veranstaltung zusammen mit David Anheier und rund zwanzig weiteren KaJu-Mitgliedern geplant und schließlich auch realisiert hat. Während sich die Mülheimer Jugendlichen um die Gestaltung der Party kümmerten, hatten die Pfadfinder aus Urmitz alle Hände voll zu tun, das Essen (Erbsensuppe mit Brötchen und Würstchen) auszugeben und später das schmutzige Geschirr im "Spülmobil" wieder zu säubern. Mehr als zehn Pfadfinder und Gemeinderatsmitglieder haben diese Aufgabe übernommen und hervorragend bewältigt.
"Es war sicher ein abwechslungsreicher Tag für die ausländischen Jugendlichen. Unter dem Motto "Under Construction" beteiligten sich die Gäste an bestimmten Aktionen, besuchten soziale und andere Einrichtungen und informierten sich über die Aufgaben wichtiger Institutionen für das Gemeinwesen. "Wir haben mit unseren bolivianischen und polnischen Gästen den Jugendtreff angestrichen, waren bei der Arbeitstherapie im Therapiezentrum mit dabei und besuchten die Mülldeponie in Ochtendung", erläuterte Nina Ketzner von der Katholischen Gemeinde Bassenheim.
"Die aus Krakau kommende polnische Kolpingjugend unter der Leitung von Pfarrer Pawel besuchte das Seniorenzentrum St. Peter in Mülheim-Kärlich und sangen mit Ausdauer und Freude mit den Bewohnern des Zentrums", erzählte Klaus Redwanz, der Vorsitzende der aktiven Kärlicher Kolpingfamilie, wobei in Kärlich außerdem Brasilianer und Franzosen untergebracht waren." In Mülheim haben wir den "sozialen Tag" in ein kreatives Engagement umgewandelt und es wurden große Holzfiguren von Mitgliedern der Katholischen Jugend und von den slowakischen und philippinischen Jugendlichen hergestellt, wobei die Kunstwerke rund um unsere Pfarrkirche aufgestellt werden sollen", erläuterte Gemeindereferent Werner Huffer-Kilian.

Beim Treffen der Jugend aus zahlreichen Ländern der Erde auf dem Gelände des Mülheim-Kärlicher Jugendhauses konnten sich auch der 1. Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Georg Hollmann, ein slowakischer Weihbischof sowie zahlreiche mitgereiste geistliche Betreuer sowie die Vertreter aus den Pfarrgemeinderäten von den vielfältigen Begegnungen und gemeinsamen Aktivitäten überzeugen. Vom Urmitzer Gemeindereferenten Michael Erbar war zu hören, dass auch von den in den Rheindörfern untergebrachten Jugendlichen Aktivitäten durchgeführt wurden: "Einige von ihnen setzten die durch Vandalismus beschädigte Grillhütte in Urmitz wieder instand. Andere zeichneten auf dem Kaltenengerser Schulhof neue Pausenspiele auf und in St. Sebastian besuchten die ausländischen Besucher den katholischen Kindergarten.

Auch in Weißenthurm und Kettig, wo Jugendliche eine Einrichtung der Behindertenhilfe besuchten und mit den dort lebenden Menschen Kontakt aufnahmen, wurde dieser besondere Tag der Begegnung zu einem mitmenschlichen Ereignis. "Ich bin sicher, dass dieser "Under Construction-Tag" mit der abschließenden Party ein besonderes Erlebnis für unsere Gäste war, die zweifellos einiges über unser Sozialsystem erfahren haben", betonte Ulrike Kramer-Lautemann, die bereits schon wieder an den nachfolgenden Tag dachte, als mehr als 500 deutsche und internationale Jugendliche aus dem Dekanat Andernach-Bassenheim in Trier einen interessanten Aufenthalt verbringen konnten.